Geschwindigkeitsüberschreitung / Geschwindigkeitsübertretung

Fehlerquellen im polizeilichen Messverfahren

Im Rahmen der Verteidigung ist zunächst festzustellen, dass für eine Geschwindigkeitsüberschreitung nicht der Fahrzeughalter, sondern allein der Fahrer verantwortlich ist. Nicht selten wird der Fahrzeughalter als Betroffener geführt. Ist die Täteridentifizierung nicht möglich, wird das Verfahren regelmäßig eingestellt. Beachten Sie aber, dass dem Fahrzeughalter in diesem Zusammenhang Pflichten treffen. Zu Einzelheiten berät Sie die Kanzlei.

Der Geschwindigkeitsverstoß bzw. die Geschwindigkeitsüberschreitung nimmt in der Praxis des Verkehrsanwaltes eine zentrale Rolle ein. Nachdem immer mehr Tempo 30 Zonen eingerichtet werden, kommt es in diesem Bereich auch vermehrt zur Verhängung eines Fahrverbotes.

Unterschiedliche Messverfahren sind im Einsatz.

Es ist Sache des Verkehrsanwaltes im Rahmen einer Akteneinsicht zu prüfen, ob die eingesetzten Geräte geeicht, ordnungsgemäß aufgestellt, ggf. erforderliche Probemessungen durchgeführt worden sind oder ob auch andere Fehlerquellen in Betracht kommen. Gegebenenfalls ist ein Sachverständiger hinzuzuziehen.

Nicht selten liegen Verstöße gegen die von den Ländern erlassenen Richtlinien der Verkehrsüberwachung vor, wonach z.B. die festgelegte Mindestentfernung zur Geschwindigkeitsbeschränkung unterschritten worden ist.

Mit der Beauftragung der Kanzlei wird diese zunächst Akteneinsicht beantragen und die Messung auf mögliche Fehlerquellen im polizeilichen Messverfahren prüfen.