Nötigung im Straßenverkehr

Der Nötigungsvorwurf setzt einen Vorgang von größerer Intensität voraus.

So erfüllt das Schneiden eines Verkehrsteilnehmers den Gewaltbegriff und ist strafrechtlich zu ahnden. Ebenso ist ein absichtliches grundloses Ausbremsen des nachfolgenden Verkehrsteilnehmers zu würdigen. Problematisch erscheint die Frage, ob auch bereits das dichte Auffahren oder das Verhindern der Überholens den Nötigungstatbestand erfüllen. Gerne beraten wir Sie im Einzelfall.

Kommt es zu Sachverhaltsstreitigkeiten, ist die Einschaltung eines Rechtsanwaltes, der bei der Ermittlungsbehörde Akteneinsicht beantragen kann, von Vorteil. So können frühzeitig Widersprüche im Aussageverhalten des Anzeigenden aufgedeckt werden.

Die Straftat wird regelmäßig mit Geldstrafe geahndet.

Die Entziehung der Fahrerlaubnis kommt überwiegend nicht in Betracht. Der Vorwurf der Nötigung stellt keinen Regelfall des § 69 StGB dar.