Prüfprotokolle der Versicherer

Bei der Schadensermittlung in KFZ-Haftpflichtfällen werden bei begehrter fiktiver Abrechnung (Auszahlung des im Gutachten ermittelten Geldbetrages) von den Versicherern zunehmend Prüfprotoklle in Auftrag gegeben.

Diese auftragsgemäßen Streichungen sind nicht immer legitim. Der BGH (Urteil vom 29.04.2003 – Az: VI ZR 398/02) hat bereits vor langer Zeit entschieden, dass Geschädigte Stundenlöhne einer Markenwerkstatt verlangen können und sich nicht auf mittlere Werte verweisen lassen müssen. Die Prüfprotokolle gehen auch fehl, wenn sie UPE-Aufschläge und Verbringungskosten in Abzug bringen.